KAUFBERATUNG · AKTUALISIERT 2026
Das AUGLETICS Eight Style ist für die meisten Menschen das beste Rudergerät für zu Hause. Es bietet in unserem Vergleich die ausgewogenste Kombination aus flüssigem Rudergefühl, geringer Lautstärke, kompakten Maßen, Trainingsdaten und direktem Technikfeedback. Gerade im Wohnraum ist der Unterschied hörbar: In unserer Vergleichsmessung lag das Eight Style bei 62 dB, der WaterRower bei 68 dB und das Concept2 bei 73 dB. Trotzdem gibt es gute Gründe, ein anderes Gerät zu wählen: Das Concept2 RowErg ist stärker für Wettkampfwerte und standardisierte Leistungstests. Der WaterRower Original ist interessant, wenn du sein Plätschern und die Holzoptik bewusst magst. Der Matrix Rower passt mit seinem robusten Studiokonzept eher in einen festen Trainingsraum als in ein kleines Wohnzimmer.
Unser Ranking für das Heimtraining lautet:
- AUGLETICS Eight Style – bestes Gesamtpaket und Testsieger für zu Hause
- Concept2 RowErg – beste Wahl für Leistung, Vergleichbarkeit und Preis-Leistung
- WaterRower Original – beste Wahl für Plätschern, Atmosphäre und wohnliches Design
- Matrix Rower – leise und robust, aber sehr groß und eher im Studiodesign
Der Testsieger ergibt sich nicht aus einer einzelnen Funktion. Entscheidend ist, welches Gerät bei den Kriterien überzeugt, die im Alltag wirklich darüber bestimmen, ob du regelmäßig und sauber trainierst.
METHODIK UND TRANSPARENZ
So haben wir die Rudergeräte verglichen
Ein gutes Rudergerät muss nicht möglichst viele Funktionen haben. Es muss zu deinem Körper, deinem Trainingsziel und deinem Zuhause passen. Für das Ranking betrachten wir deshalb sechs Kriterien:
- Rudergefühl und Geometrie: Ist der Zug flüssig? Passen Sitz, Stemmbrett, Griffhöhe und Fußposition zusammen?
- Lautstärke: Kannst du auch in einer Wohnung trainieren, ohne andere dauerhaft zu stören?
- Platzbedarf: Wie groß ist das Gerät beim Training und wie sinnvoll lässt es sich anschließend verstauen?
- Trainingssteuerung: Werden Schlagzahl, 500-Meter-Zeit, Leistung und Herzfrequenz verständlich dargestellt?
- Technikhilfe und Motivation: Unterstützt dich das Gerät dabei, besser zu rudern und langfristig dranzubleiben?
- Preis und Wartung: Passt die gebotene Leistung zum Anschaffungspreis und zum laufenden Pflegeaufwand?
Ein Wort zur Einordnung: Dieser Vergleich erscheint bei AUGLETICS. Lars bewertet die Geräte aus der Perspektive eines erfahrenen Ruderers und mit Blick auf den Alltag zu Hause. Dafür verbinden wir praktische Gerätevergleiche mit offiziellen Herstellerangaben und den unabhängigen Tests von DER SPIEGEL und F.A.Z. Kaufkompass. Wo externe Redaktionen zu einem eigenen Ergebnis kommen, benennen wir das genauso offen wie unsere Bewertung.
Wenn du vor allem für eine Wohnung suchst, findest du in unserem Ratgeber weitere Kriterien, mit denen du ein Rudergerät für die Wohnung auswählen kannst.
VIER GERÄTE IM DIREKTEN VERGLEICH
Der Vergleich auf einen Blick
PLATZ 1 · elektronisch geregelte Wirbelstrombremse
AUGLETICS Eight Style
Stärke: mit 62 dB am leisesten gemessen, kompakt, flüssig, Virtual Coach
Kompromiss: Premiumpreis und Stromanschluss erforderlich
Geeignet für: regelmäßiges Heimtraining, Anfänger und Fortgeschrittene
PLATZ 2 · Luftwiderstand
Concept2 RowErg mit Standardbeinen
Stärke: präzise und international vergleichbare Leistungswerte
Kompromiss: mit 73 dB am lautesten gemessen und mit 244 cm relativ lang
Geeignet für: ambitionierte Sportler, Vereine und Wettkämpfer mit separatem Trainingsplatz
PLATZ 3 · Wasserwiderstand
WaterRower Original Eiche mit S4-Monitor
Stärke: charakteristisches Plätschern und wohnliche Holzoptik
Kompromiss: mit 68 dB deutlich hörbarer als AUGLETICS; Wasserpflege nötig
Geeignet für: Menschen, die Klang, Atmosphäre und Design bewusst mögen
PLATZ 4 · klassische Magnetbremse
Matrix Rower
Stärke: leiser Betrieb, robuste Bauweise und zehn Widerstandsstufen
Kompromiss: 223 cm lang, 59 kg schwer und im Wohnraum eher klobig
Geeignet für: feste Trainingsräume, Studios und Nutzer mit viel Platz
Modellbasis: Verglichen werden das Concept2 RowErg mit Standardbeinen, der WaterRower Original Eiche mit S4-Monitor und der im Video getestete Matrix Rower. Die Bewertung des Matrix lässt sich nicht pauschal auf jedes magnetgebremste Rudergerät übertragen.
WARUM DAS RANKING SO AUSFÄLLT
Die sechs Testkriterien im direkten Vergleich
1. Rudergefühl und Geometrie
Beim AUGLETICS Eight Style regelt eine elektronisch gesteuerte Wirbelstrombremse den Widerstand während des gesamten Ruderschlags. Dadurch soll der Druck nicht nur am Anfang oder Ende des Zuges anliegen, sondern möglichst gleichmäßig bleiben. Im Praxistest von Rudercoach William Laine wurde gerade dieses für ein Magnetrudergerät ungewöhnlich flüssige Rudergefühl positiv hervorgehoben.
Das Concept2 RowErg reagiert über sein Windrad unmittelbar auf den Krafteinsatz: Je kräftiger und schneller du ziehst, desto höher wird der Luftwiderstand. Das fühlt sich dynamisch an und ist besonders für intensive Intervalle und leistungsorientiertes Rudern geeignet. Der WaterRower Original arbeitet ebenfalls selbstverstärkend, allerdings über Wasser. Sein Zug fühlt sich ruhiger an und wird vom charakteristischen Plätschern begleitet.
Die verbreitete Gleichsetzung „Wasser im Tank fühlt sich automatisch an wie Rudern im Boot“ greift jedoch zu kurz. Auf dem Wasser entstehen Rudergefühl und Rhythmus durch das Zusammenspiel aus Blattarbeit, Beschleunigung, Bootslauf und Mannschaft. Das kann ein stationäres Ergometer nicht allein durch sein Bremsmedium nachbilden. Wassergebremste Geräte sind im organisierten Rudersport deutlich seltener als luftgebremste Ergometer; für standardisierte Leistungstests und die offiziellen Indoor-Weltmeisterschaften von World Rowing werden Concept2-Geräte genutzt. Das macht den WaterRower nicht schlechter – sein überzeugendster Vorteil ist vielmehr die besondere akustische und wohnliche Trainingsatmosphäre.
Beim getesteten Matrix Rower war der Widerstand in der vorderen Zugphase vergleichsweise hoch und ließ zum Endzug hin stärker nach. Das zeigt: Das Bremssystem allein entscheidet nicht über die Qualität. Zuglinie, Schwungmasse, Sitzhöhe, Stemmbrett und elektronische Regelung müssen zusammenpassen. Probiere deshalb jedes Gerät bei mehreren Schlagzahlen und nicht nur zwei Minuten im lockeren Tempo.
Zwischenergebnis: Für ein ruhiges, flüssiges Heimtraining liegt das Eight Style vorn. Für maximale Dynamik und wettkampfnahes Belastungsgefühl ist das Concept2 besonders stark.
2. Lautstärke
In unserer Vergleichsmessung wurden beim AUGLETICS Eight Style 62 dB, beim WaterRower 68 dB und beim Concept2 RowErg 73 dB erfasst. Damit war das Eight Style in diesem Vergleich am leisesten. Die absoluten Werte können je nach Trainingsintensität, Messabstand, Raumakustik und Boden abweichen; für die Kaufentscheidung ist deshalb vor allem der unter denselben Vergleichsbedingungen sichtbare Abstand zwischen den Geräten relevant.
Beim Concept2 RowErg wird das Windrad mit zunehmender Leistung deutlich lauter. Seine 73 dB sind in einem separaten Trainingsraum meist gut handhabbar. Für eine hellhörige Altbauwohnung würden wir es jedoch nicht als erste Wahl empfehlen, wenn du früh morgens oder abends trainieren möchtest und Familie oder Nachbarn möglichst wenig hören sollen. Eine geeignete Bodenschutzmatte kann Roll- und Körperschall reduzieren, das Geräusch des Windrads aber nicht beseitigen.
Der WaterRower Original lag mit 68 dB zwischen AUGLETICS und Concept2 und war damit deutlich hörbarer als das Eight Style. Viele Menschen empfinden das Plätschern als angenehm oder sogar entspannend – angenehm klingend ist aber nicht dasselbe wie besonders leise. Wenn du den Wasserklang magst, kann er ein echter Pluspunkt sein; wenn möglichst unauffälliges Training im Vordergrund steht, hat das Eight Style den klaren Vorteil.
Auch der getestete Matrix Rower profitiert grundsätzlich von seiner Magnetbremse und arbeitet vergleichsweise leise. Für ihn lag in der gezeigten Vergleichsmessung allerdings kein eigener dB-Wert vor, deshalb ordnen wir ihn hier nicht künstlich in die Zahlenreihe ein.
Zusätzlich zur Bremse solltest du auf Sitzrollen, Zugband oder Kette und mögliche Rahmengeräusche achten. Unser Ratgeber erklärt ausführlicher, woran du ein leises Rudergerät für zu Hause erkennst.
Zwischenergebnis: Mit gemessenen 62 dB ist das Eight Style die wohnraumfreundlichste Wahl in diesem Dreiervergleich. Der WaterRower klingt für viele angenehm, ist mit 68 dB aber klar hörbarer. Das Concept2 bietet sportlich große Stärken, ist mit 73 dB für hellhörige Wohnungen und rücksichtsvolle Trainingszeiten jedoch nur eingeschränkt geeignet.
3. Platzbedarf und Aufbewahrung
Das AUGLETICS Eight Style ist aufgebaut 181 cm lang und 45 cm breit. Nach dem Training lässt es sich auf etwa 170 × 45 × 56 cm hochklappen und auf integrierten Rollen bewegen. Damit braucht es beim Rudern und bei der Aufbewahrung vergleichsweise wenig Grundfläche.
Das Concept2 RowErg mit Standardbeinen misst 244 × 61 cm, wiegt 26 kg und hat eine Sitzhöhe von 36 cm. Concept2 empfiehlt während der Nutzung eine Fläche von ungefähr 274 × 122 cm, damit rund um das Gerät ausreichend Bewegungsraum bleibt. Für die Aufbewahrung lässt es sich ohne Werkzeug in zwei Teile trennen; laut Hersteller benötigt es dann ungefähr 63,5 × 83,8 × 137,2 cm. Es ist beim Training also das längste Gerät im Vergleich, lässt sich durch sein relativ geringes Gewicht und die Teilbarkeit aber flexibler verstauen, als die reine Länge vermuten lässt.
Der WaterRower Original Eiche mit S4-Monitor misst 210 × 57 × 51 cm, wiegt 30,5 kg und ist für ein maximales Benutzergewicht von 150 kg angegeben. Er kann hochkant gelagert werden und beansprucht dann am Boden nur ungefähr seine Breite und Höhe im liegenden Zustand – bleibt mit rund 210 cm aber ein hohes Möbelstück. Der getestete Matrix Rower ist 223 × 55 × 58 cm groß und wiegt 59 kg. Seine lange, verstärkte Aluminiumschiene und das funktionale Studiodesign wirken robust, im Wohnraum aber auch eher klobig. Er lässt sich zwar senkrecht lagern, während des Trainings benötigt er dennoch fast so viel Länge wie das Concept2.
Miss vor dem Kauf nicht nur die freie Bodenfläche. Prüfe auch Türbreiten, Steckdose, Bewegungsraum hinter dem Sitz und die Höhe am geplanten Aufbewahrungsort.
Zwischenergebnis: Das Eight Style ist im aufgebauten Zustand das kompakteste Gerät dieses Vergleichs. Das Concept2 benötigt am meisten Trainingslänge, punktet bei der Aufbewahrung aber mit 26 kg Gewicht und der werkzeuglosen Teilbarkeit. Der WaterRower braucht hochkant wenig Bodenfläche, setzt jedoch ausreichend Raumhöhe voraus. Der schwere Matrix Rower passt optisch und räumlich eher in einen festen Trainingsraum.
4. Trainingssteuerung und Messwerte
Das Concept2 RowErg setzt mit dem serienmäßigen PM5 den Maßstab für standardisierte Leistungsdaten. 500-Meter-Zeit, Distanz, Leistung und Schlagzahl lassen sich zuverlässig erfassen und international vergleichen. Über die kostenlose ErgData-App und weitere kompatible Anwendungen können Trainingseinheiten gespeichert und ausgewertet werden. Wer sich auf ein Indoor-Ruderrennen vorbereitet oder seine 2.000-Meter-Zeit mit anderen vergleichen möchte, bekommt hier die stärkste Referenz.
Das AUGLETICS Eight Style zeigt die wichtigen Trainingswerte auf einem 15,6-Zoll-Display und verbindet sie mit Workouts, virtuellen Strecken und Herzfrequenzdaten. Seine Stärke ist weniger die Wettkampfnorm als die verständliche Darstellung und die direkte Verbindung von Messwerten mit dem eigenen Bewegungsablauf.
Der WaterRower Original Eiche wird serienmäßig mit dem S4-Monitor angeboten. Er zeigt unter anderem Intensität, Schlagzahl, Distanz und Trainingszeit; für Bluetooth- und App-Verbindungen ist ein optionales ComModule vorgesehen. Der Matrix Rower zeigt auf seinem hintergrundbeleuchteten LCD-Display Zeit, Distanz, Schlagzahl, Watt, Herzfrequenz, Kalorien und 500-Meter-Zeit und bietet drei grundlegende Programme. Eine Technikanalyse oder umfangreiche digitale Trainingsplattform wie beim Eight Style ist bei beiden nicht integriert.
Zwischenergebnis: Concept2 gewinnt bei Vergleichbarkeit und Leistungstests. Eight Style gewinnt bei Darstellung, Trainingsführung und Funktionsumfang für das Heimtraining.
5. Technikhilfe und Motivation
Das AUGLETICS Eight Style hebt sich mit seinem Virtual Coach ab. Er analysiert Rhythmus, Bewegungsablauf, Konstanz, Schlaglänge und Vorrollen und gibt während des Trainings Rückmeldung. Das ersetzt keine persönliche Trainerstunde, hilft Anfängern aber dabei, wiederkehrende Fehler früher zu erkennen. Fortgeschrittene können ihre Bewegung anhand konkreter Werte überprüfen.
Das Concept2 RowErg motiviert anders: durch klare Leistungsziele, weltweite Vergleichswerte, Apps und die große Indoor-Rowing-Community. Eine integrierte Analyse der Rudertechnik bietet der PM5 jedoch nicht. Beim WaterRower entstehen Motivation und Trainingsatmosphäre vor allem durch Plätschern, Holzoptik und die wohnliche Inszenierung des Trainings. Beim Matrix Rower stehen zehn klar wählbare Widerstandsstufen, klassische Programme und ein robustes Studiogefühl im Vordergrund.
Wer beim Einstieg zusätzliche Anleitung benötigt, findet in unserer Rudergerät Trainingsanleitung mit Technik und Trainingsplan die wichtigsten Grundlagen.
Zwischenergebnis: Eight Style bietet die stärkste direkte Technikhilfe. Concept2 ist besonders motivierend für zahlen- und wettkampforientierte Sportler; WaterRower spricht stärker über Atmosphäre und Design an.
6. Preis, Folgekosten und Wartung
Das AUGLETICS Eight Style liegt preislich im Premiumsegment. Der Aufpreis lohnt sich vor allem, wenn du Virtual Coach, großes Display, elektronische Widerstandsregelung und kompakte Bauweise regelmäßig nutzt. Außerdem benötigt das Gerät einen Stromanschluss.
Das Concept2 RowErg bietet ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis, ist robust konstruiert und auf langfristige Nutzung ausgelegt. Zugmechanik, Sitzschiene und bewegliche Teile müssen dennoch regelmäßig gereinigt und nach Herstellerangabe gepflegt werden. Beim WaterRower kommt die Pflege des Wassertanks hinzu. WaterRower empfiehlt dafür geeignete Reinigungstabletten; außerdem sollte die Wasserqualität kontrolliert werden.
Beim Matrix Rower lässt sich aus dem getesteten Exemplar kein allgemeines Preisurteil für alle Magnetrudergeräte ableiten. Seine robuste Konstruktion und das wartungsarme Zugseil sind auf intensive Nutzung ausgelegt; vor dem Kauf solltest du trotzdem Garantie, Ersatzteilversorgung, Service und den Aufwand für Aufbau oder Umstellen prüfen – nicht nur den Kaufpreis.
Zwischenergebnis: Concept2 ist der Preis-Leistungs-Sieger. Eight Style rechtfertigt seinen höheren Preis über Komfort, Technikhilfe und Wohnraumtauglichkeit; beim WaterRower ist die Tankpflege ein zusätzlicher Faktor.
PLATZ 1 · GESAMTSIEGER FÜR ZU HAUSE
Platz 1: AUGLETICS Eight Style – bestes Gesamtpaket für zu Hause
Das AUGLETICS Eight Style gewinnt, weil es in keiner für das Heimtraining wichtigen Kategorie eine gravierende Schwäche zeigt. Es rudert sich flüssig, war mit 62 dB das leiseste Gerät unserer Vergleichsmessung, benötigt mit 181 × 45 cm wenig Platz und bietet als einziges Gerät im Vergleich direktes Technikfeedback auf einem großen Display. Diese Kombination ist besonders wertvoll, wenn das Rudergerät nicht in einem abgeschlossenen Fitnessraum, sondern mitten im Wohnalltag steht.
Seine Grenzen sind ebenso klar: Das Eight Style ist das teuerste Gesamtpaket in diesem Vergleich, benötigt Strom und ist für offizielle Wettkampfvergleiche weniger etabliert als Concept2. Wer den Virtual Coach und die integrierten Trainingsangebote nicht nutzen möchte, bezahlt für Funktionen, die im eigenen Alltag wenig Mehrwert liefern.
Unser Urteil: Für regelmäßiges Training im Wohnraum, für Anfänger mit Technikbedarf und für Fortgeschrittene, die Komfort und Trainingsführung schätzen, ist das AUGLETICS Eight Style der Gesamtsieger.
PLATZ 2 · LEISTUNG UND VERGLEICHBARKEIT
Platz 2: Concept2 RowErg – der Maßstab für Leistung
Das Concept2 RowErg gewinnt die Disziplinen Leistungsmessung, Vergleichbarkeit und Preis-Leistung. Der serienmäßige PM5 liefert die relevanten Kennzahlen ohne Ablenkung, und weltweit werden Trainingstests und Indoor-Rennen auf Concept2-Geräten absolviert. Das Standardmodell wiegt 26 kg, hat eine Sitzhöhe von 36 cm und lässt sich zur Aufbewahrung ohne Werkzeug in zwei Teile trennen.
Im Wohnraum fordern die Länge von 244 cm und das deutlich hörbare Windrad jedoch mehr Kompromisse. In unserer Vergleichsmessung war das Concept2 mit 73 dB das lauteste der drei gemessenen Geräte. In einer hellhörigen Altbauwohnung ist es deshalb nicht unsere erste Empfehlung, wenn Familie oder Nachbarn zu typischen Trainingszeiten möglichst wenig gestört werden sollen. Zudem bietet das Gerät kein integriertes Technikfeedback und kein großes Trainingsdisplay.
Unser Urteil: Für Wettkämpfe, standardisierte 2.000-Meter-Tests, Vereine und leistungsorientierte Sportler mit geeignetem Trainingsraum ist das Concept2 RowErg die bessere Wahl als unser Gesamtsieger. Für ruhiges Training in einer Wohnung liegt das Eight Style vorn.
PLATZ 3 · PLÄTSCHERN UND DESIGN
Platz 3: WaterRower Original Eiche (S4) – stark bei Plätschern, Atmosphäre und Design
Der WaterRower Original Eiche verbindet einen selbstverstärkenden Wasserwiderstand mit charakteristischem Plätschern und wohnlicher Holzoptik. Wenn du genau diesen Klang schön findest und dein Rudergerät sichtbar in den Wohnraum integrieren möchtest, kann dieses Zusammenspiel sehr motivierend sein. In unserer Vergleichsmessung war er mit 68 dB allerdings deutlich hörbarer als das Eight Style mit 62 dB. Mit 210 × 57 × 51 cm und 30,5 kg ist er kürzer als Concept2 und Matrix; zur Aufbewahrung lässt er sich auf Rollen anheben und hochkant stellen. Der serienmäßige S4-Monitor deckt die wesentlichen Trainingswerte ab, während eine Bluetooth-Verbindung ein optionales ComModule erfordert.
Der Wassertank erzeugt eine bestimmte Widerstandscharakteristik und Atmosphäre. Das tatsächliche Rudern im Boot mit Blattarbeit, Bootslauf und Mannschaftsrhythmus kann er – wie jedes stationäre Rudergerät – nur begrenzt abbilden.
Ein schneller, elektronischer Wechsel der Widerstandsstufe ist nicht seine Stärke, und der Wassertank benötigt regelmäßige Aufmerksamkeit. Wer Training automatisch mit Apps synchronisieren möchte, sollte das optionale ComModule bereits bei der Budgetplanung berücksichtigen.
Unser Urteil: Wenn du das Plätschern und die Holzoptik liebst, kann der WaterRower Original dein persönlicher Sieger sein. Seine Stärke liegt vor allem in diesem atmosphärischen Trainingserlebnis, nicht in minimaler Lautstärke; ein besonders bootsnahes Gefühl sollte ebenfalls nicht das alleinige Kaufargument sein.
PLATZ 4 · ROBUSTES STUDIOGERÄT
Platz 4: Matrix Rower – robustes Studiogerät mit hohem Platzbedarf
Der getestete Matrix Rower arbeitet leise, bietet zehn klar wählbare Widerstandsstufen und wirkt mit 59 kg Gewicht und verstärkter Aluminiumschiene sehr stabil. Seine Maße von 223 × 55 × 58 cm und das funktionale, eher klobige Studiodesign verlangen allerdings viel Platz. Die senkrechte Lagerung hilft nach dem Training, ändert aber nichts an der großen Stellfläche während der Nutzung.
Im direkten Vergleich waren zudem der Druckverlauf und die Trainingsführung weniger überzeugend als bei Eight Style und Concept2. Das LCD-Display zeigt die wichtigen Leistungswerte, bleibt aber funktionaler und weniger interaktiv als die digitalen Lösungen der beiden vorderen Plätze.
Das ist kein Urteil über alle Magnetrudergeräte. Die elektronisch geregelte Wirbelstrombremse des Eight Style zeigt gerade, wie unterschiedlich Geräte innerhalb derselben groben Bremsenkategorie ausfallen können. Einen tieferen Überblick bietet unser Ratgeber zum Rudergerät mit Widerstandsverstellung.
Unser Urteil: Der Matrix Rower ist eine robuste und leise Wahl für Studios oder einen festen Trainingsraum. Für ein kleines Wohnzimmer ist er wegen Länge, Gewicht und Studiodesign weniger geeignet. Dieses Urteil gilt für den Matrix Rower und nicht pauschal für alle Magnetrudergeräte.
EXTERNE EINORDNUNG
Was sagen unabhängige Tests über AUGLETICS?
Unsere Einordnung wird durch externe Tests ergänzt, aber nicht mit ihnen vermischt:
- DER SPIEGEL: Testsieger AUGLETICS Eight Style. Im April 2025 verglich DER SPIEGEL das Eight Style mit dem Concept2 RowErg und dem Skandika Styrke Premium. Das Eight Style wurde wegen seiner exzellenten Verarbeitung, der vielen smarten Funktionen und des geringen Platzbedarfs zum Testsieger erklärt. Der hohe Preis blieb der deutlichste Kritikpunkt. Den vollständigen Bericht findest du im SPIEGEL-Test der Rudermaschinen.
- F.A.Z. Kaufkompass: bestes Magnetrudergerät AUGLETICS Eight Sport. Der F.A.Z. Kaufkompass führt das Concept2 RowErg im Gesamtvergleich als Testsieger. Innerhalb der magnetgebremsten Geräte zeichnet die Redaktion jedoch das technisch eng mit dem Eight Style verwandte AUGLETICS Eight Sport als „Bestes Magnetrudergerät“ aus. Hervorgehoben werden unter anderem Bedienkomfort, Trainingsdaten und integrierte Streaming-Angebote. Die genaue Einordnung steht im Rudergeräte-Test des F.A.Z. Kaufkompass.
Die Modellbezeichnung ist wichtig: Der SPIEGEL-Testsieg gehört dem AUGLETICS Eight Style mit großem Bildschirm und Virtual Coach. Das F.A.Z.-Prädikat „Bestes Magnetrudergerät“ gehört dem AUGLETICS Eight Sport. Beide verwenden dieselbe elektronisch geregelte Wirbelstrombremse und dieselbe kompakte Grundkonstruktion; der Virtual Coach ist jedoch dem Eight Style vorbehalten.
PRAXISTEST · ENTSCHEIDEND FÜR DAS RANKING
Praxistest im Video: Vier Rudergeräte im direkten Vergleich
Im großen AUGLETICS-Rudergerätevergleich erklärt Lars Wichert, wie sich Luft-, Wasser- und Magnetwiderstand bei Rudergefühl, Lautstärke, Platzbedarf, Display und Wartung unterscheiden. Das Video macht die technischen Unterschiede hinter dem Ranking sichtbar.
ENTSCHEIDUNG NACH NUTZUNGSPROFIL
Welches Rudergerät passt zu dir?
Wähle nicht nach dem längsten Datenblatt, sondern nach deinem wichtigsten Nutzungsszenario:
- Wohnung, hellhöriger Altbau, geringe Lautstärke, Technikhilfe und abwechslungsreiches Training: AUGLETICS Eight Style.
- Wettkampfwerte, harte Intervalle und international vergleichbare Leistung – idealerweise in einem separaten Trainingsraum: Concept2 RowErg.
- Angenehm empfundenes Plätschern, Holzdesign und atmosphärisches Training: WaterRower Original Eiche.
- Leiser Betrieb, robuste Studioanmutung und ein fester Trainingsraum: Matrix Rower.
Teste ein Rudergerät nicht nur zwei Minuten im Schaufenstertempo. Rudere locker und kräftig, variiere die Schlagzahl und wechsle den Widerstand. Achte darauf, ob du vorne sauber Druck aufnehmen kannst, ob Sitz und Fußposition passen, ob das Display während der Bewegung lesbar bleibt und wie sich das Gerät unter hoher Belastung anhört.
UNSER URTEIL
Bestes Rudergerät für zu Hause: unser Fazit
Das AUGLETICS Eight Style ist unser Testsieger für das Training zu Hause, weil es die beste Balance aus Rudergefühl, geringer Lautstärke, kompaktem Aufbau, Trainingssteuerung und Technikhilfe bietet. Mit 62 dB war es in unserer Vergleichsmessung leiser als der WaterRower mit 68 dB und das Concept2 mit 73 dB. Damit ist es das rundeste Gesamtpaket für Menschen, die regelmäßig im Wohnraum trainieren, Rücksicht auf Familie oder Nachbarn nehmen und ihre Rudertechnik ohne persönlichen Coach verbessern möchten.
Das Concept2 RowErg ist besser für standardisierte Leistungstests und Wettkämpfe, verlangt wegen Länge und Windradgeräusch zu Hause aber mehr Rücksicht und einen passenden Aufstellort. Der WaterRower Original Eiche überzeugt Menschen, die Plätschern, Holzoptik und Atmosphäre bewusst suchen, ist jedoch hörbarer als AUGLETICS. Der Matrix Rower ist robust und leise, benötigt mit 223 cm Länge aber einen großzügigen, möglichst festen Trainingsplatz.
SPIEGEL-Testsieger für das Heimtraining
Du willst den Gesamtsieger selbst beurteilen? Das AUGLETICS Eight Style mit Virtual Coach lässt sich 30 Tage zu Hause testen. So merkst du im eigenen Alltag, ob Lautstärke, Rudergefühl, Platzbedarf und Trainingsführung wirklich zu dir passen.
Worauf dieser Artikel basiert
Dieser Vergleich ist vor allem aus praktischer Erfahrung entstanden. Lars Wichert, der Autor dieses Artikels, ist Sportwissenschaftler, zweifacher Olympiateilnehmer und dreifacher Weltmeister im Rudern. Er kennt Rudergeräte aus dem Leistungssport, aus seiner Zeit als Trainer und aus vielen Jahren Training zu Hause. Entscheidend war für ihn deshalb nicht nur, was in einem Datenblatt steht, sondern wie sich ein Gerät wirklich anfühlt: Wie gleichmäßig ist der Zug? Wie verständlich ist das Training? Wie laut ist das Gerät – und passt es dauerhaft in den Alltag?
Im Video „Welches Rudergerät ist das beste?“ zeigt Lars die Unterschiede zwischen AUGLETICS Eight Style, Concept2 RowErg, WaterRower Original und Matrix Rower direkt an den Geräten. Die im Artikel genannten 62 dB für AUGLETICS, 68 dB für den WaterRower und 73 dB für Concept2 stammen aus unserem direkten Vergleich. Solche Werte verändern sich mit Intensität, Abstand, Untergrund und Raumakustik; sie zeigen deshalb vor allem die Größenordnung der Unterschiede in diesem Vergleich. Als zusätzliche Perspektive haben wir den ausführlichen Test des französischen Rudercoachs William Laine einbezogen. Das Eight Style wurde ihm für den Test zur Verfügung gestellt; nach seiner eigenen Offenlegung wurde er für das Video nicht bezahlt.
Maße, Gewicht, Ausstattung und Pflegehinweise haben wir auf den offiziellen Seiten von AUGLETICS, Concept2, WaterRower und Matrix nachgesehen. Bei der Einordnung des Indoor-Ruderns haben wir uns außerdem an World Rowing und British Rowing orientiert. Die genannten Auszeichnungen und Testergebnisse kannst du im SPIEGEL-Test und im F.A.Z. Kaufkompass selbst nachlesen.
Natürlich entwickelt und verkauft AUGLETICS das Eight Style. Das sagen wir bewusst offen. Das Ranking ist Lars’ fachliche Einschätzung dazu, welches Gesamtpaket sich für das Training zu Hause am besten eignet. Unabhängige Tests werden deshalb nicht nur erwähnt, wenn sie unser Urteil bestätigen: Kommt ein Medium zu einem anderen Ergebnis – wie der F.A.Z. Kaufkompass mit Concept2 auf Platz eins –, steht das genauso im Artikel.
HÄUFIG GEFRAGT
Häufige Fragen zum besten Rudergerät
Das AUGLETICS Eight Style ist in unserem Vergleich das beste Rudergerät für die meisten Privathaushalte. Es kombiniert ein flüssiges Rudergefühl mit gemessenen 62 dB, 181 cm Gerätelänge, klappbarer Aufbewahrung und direktem Technikfeedback. Wer Wettkampfwerte vergleichen möchte und einen geeigneten Trainingsraum hat, sollte stattdessen das Concept2 RowErg wählen.
Kein Bremssystem ist grundsätzlich immer besser. Luftwiderstand eignet sich besonders für dynamisches, leistungsorientiertes Training. Wasserwiderstand bietet charakteristischen Klang und eine selbstverstärkende Reaktion. Magnetbremsen sind meist leise und gut regelbar. Entscheidend ist die konkrete Umsetzung aus Bremse, Schwungmasse, Geometrie und Software.
Für Wettkämpfe, standardisierte Leistungstests und ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis ist das Concept2 RowErg besser. Für leises Heimtraining, kompakte Aufbewahrung, ein großes Display und integriertes Technikfeedback ist das AUGLETICS Eight Style besser. In unserer Vergleichsmessung lagen die Geräte bei 73 dB beziehungsweise 62 dB. Gerade in einer hellhörigen Wohnung kann dieser Unterschied für den Aufstellort und die möglichen Trainingszeiten entscheidend sein.
Ja. Das AUGLETICS Eight Style eignet sich besonders für Anfänger, weil der Virtual Coach fünf zentrale Merkmale des Ruderschlags analysiert und direkt Rückmeldung gibt. Das ersetzt nicht jede persönliche Technikstunde, erleichtert aber den Einstieg. Ergänzend hilft unser Leitfaden zur Rudertechnik für Anfänger.
Das AUGLETICS Eight Style war mit 62 dB das leiseste Rudergerät in unserer Vergleichsmessung. Der WaterRower lag bei 68 dB, das Concept2 RowErg bei 73 dB. Die konkreten Werte hängen von Intensität, Messabstand, Untergrund und Raumakustik ab. Für hellhörige Wohnungen ist das magnetgebremste Eight Style deshalb die wohnraumfreundlichste Wahl der drei gemessenen Geräte.