Richtig rudern und Rudertechnik auf dem Rudergerät: So geht's
Doch so effektiv Rudern auch ist: Der Erfolg steht und fällt mit der richtigen Technik. Gerade für Anfänger ist es entscheidend, die Rudertechnik von Beginn an sauber zu lernen. Denn nur so vermeidest du Verletzungen, trainierst effizient und holst das Maximum aus jeder Einheit heraus.
In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt die Rudertechnik, die für Anfänger entschieden ist. Ebenso schauen wir auf typische Fehler und einfache Eselsbrücken, mit denen du deine Technik schnell verbessern kannst.
Warum die richtige Rudertechnik so wichtig ist
Viele Anfänger machen den Fehler, einfach loszulegen – oft mit zu viel Kraft und zu wenig Kontrolle. Das Problem: Eine falsche Technik führt schnell zu Überlastungen im unteren Rücken oder zu ineffizienten Bewegungen.
Die richtige Rudertechnik sorgt dafür, dass:
die Kraft optimal aus den Beinen kommt
dein Rücken stabil bleibt
du länger und effizienter trainierst
das Verletzungsrisiko minimiert wird
Rudern ist nämlich kein Armtraining – es ist ein Ganzkörpertraining.
Der Bewegungsablauf beim Rudern einfach erklärt
1. Der Durchzug: Die Kraftphase
- Startposition: Du beginnst in der Auslage – also der vorderen Position, in der deine Beine angewinkelt sind, der Oberkörper leicht nach vorn geneigt und die Arme vollständig gestreckt sind.
- Beine zuerst: Als Erstes streckst du deine Beine kraftvoll durch. Die Arme und der Oberkörper bleiben dabei noch unverändert.
- Oberkörper folgt: Sobald deine Beine fast gestreckt sind, neigt sich der Oberkörper leicht nach hinten.
- Arme zum Schluss: Zum Abschluss beugst du die Arme und führst den Griff des Rudergeräts an deinen Körper. Achte darauf, dass der Griff knapp unterhalb der Brust ankommt und deine Ellbogen nah am Körper bleiben.
2. Das Vorrollen: Die Vorbereitung
- Arme strecken: Zuerst streckst du die Arme nach vorne aus, sodass der Rudergriff über deine Knie geführt wird. Das ist wichtig, um ein Anstoßen des Griffs an den Knien zu vermeiden.
- Oberkörper nach vorne neigen: Nachdem die Arme gestreckt sind, neigt sich dein Oberkörper leicht nach vorne. Dabei bleibt dein Rücken gerade und stabil.
- Beine anziehen: Zum Schluss ziehst du die Beine an und rollst wieder in die Auslage, die Ausgangsposition für den nächsten Durchzug.
Die Positionen: Auslage und Rücklage
- Auslage: In dieser vorderen Position sind deine Beine angewinkelt, die Waden stehen fast senkrecht zum Boden. Deine Arme sind gestreckt, und der Oberkörper ist leicht nach vorne geneigt. Diese Position ist der Ausgangspunkt für den Durchzug.
- Rücklage: Die Rücklage erreichst du nach dem Durchzug. Deine Beine sind vollständig gestreckt, der Oberkörper ist leicht nach hinten geneigt, und die Arme sind angezogen, der Griff des Rudergeräts befindet sich nah an deiner unteren Brust.
Der richtige Rhythmus: Gleichmäßigkeit ist entscheidend
Häufige Fehler und wie du sie vermeidest
- Zu schnelles Vorrollen: Ein häufiger Fehler ist es, zu schnell nach vorne zu rollen. Dadurch verlierst du die Kontrolle über die Bewegung. Achte darauf, dass das Vorrollen langsam und kontrolliert abläuft.
- Anstoßen der Knie: Manchmal stoßen die Hände oder der Griff an die Knie, wenn die Arme nicht früh genug gestreckt werden. Denke daran: Arme zuerst strecken, bevor du die Knie anziehst.
- Falsche Haltung: Achte darauf, dass dein Rücken während des gesamten Bewegungsablaufs gerade bleibt, um Rückenprobleme zu vermeiden.
- Zu früher Armeinsatz: Die Arme beginnen erst zuziehen, wenn die Beine den Auftakt gemacht haben. Ungefähr knapp hinter den Füßen zu Beginn der Schienbeine.
Rudertechnik für Anfänger: Die besten Einstiegstipps
Wenn du neu bist, empfiehlt es sich, einige kleine Punkte zu beachten, die dich schnell an die richtige Technik heranführen.
10–15 Minuten Training
18–22 Schläge pro Minute
Fokus auf Technik, nicht Tempo
Ziel: Gefühl für den Bewegungsablauf entwickeln