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Rudern Schläge pro Minute Profi – Wie schnell rudern echte Leistungssportler?

27. Mai 2025

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VON Lars Wichert

Wenn du regelmäßig auf dem Rudergerät trainierst oder im Boot sitzt, wirst du sie kennen: die Anzeige der SPM – Schläge pro Minute. Doch was bedeutet diese Kennzahl eigentlich genau? Und wie viele Schläge pro Minute machen eigentlich Profis im Training und Wettkampf? In diesem Artikel erfährst du, warum die Schlagfrequenz ein entscheidender Parameter ist, welche Bereiche sinnvoll sind – und wie du selbst mit der richtigen Schlagzahl effektiver trainieren kannst

Was bedeutet ,,Schläge pro Minute“ beim Rudern

Die Schlagfrequenz – gemessen in SPM (Strokes per Minute) – beschreibt, wie viele Ruderschläge du in einer Minute ausführst. Sie ist ein wichtiges Maß für die Trainingsintensität, sagt aber allein noch wenig über die tatsächliche Leistung aus. Entscheidend ist nicht nur die Anzahl der Schläge, sondern wie effektiv du mit jedem Schlag arbeitest.
Während du auf dem Rudergerät meist eine konstante Zahl auf dem Display siehst, ist die Schlagzahl im Boot stark von äußeren Bedingungen, Bootstyp und Renntaktik abhängig. Aber egal ob drinnen oder draußen: Die richtige Schlagzahl entscheidet darüber, wie ökonomisch und effizient du unterwegs bist.

Welche Schlagzahlen sind bei Profis üblich?

Im Leistungssport ist die Schlagzahl ein fein justierter Wert – sie variiert je nach Trainingsziel und Belastungstyp. Hier ein Überblick über typische Werte im Profibereich:

Im Olympiarudern liegt die Schlagzahl während des Starts teilweise bei über 45 SPM, im weiteren Rennverlauf dann meist bei 34 bis 40. Entscheidend ist dabei nicht nur die Frequenz, sondern auch die Qualität und Kraft pro Schlag – Stichwort: Effektivität.

Wie steigern Profis ihre Schlagfrequenz effizient?

Profis erhöhen ihre Schlagzahl nicht einfach durch schnelleres Ziehen – das würde schnell zur Ermüdung und Technikfehlern führen. Stattdessen arbeiten sie systematisch an drei Faktoren:
 
  1. Technikoptimierung: Jeder Schlag muss sitzen. Je effizienter der Bewegungsablauf, desto mehr kannst du deine Schlagzahl erhöhen, ohne Kraft zu verschwenden.
  2. Bewegungsökonomie: Eine gute Körperkontrolle ermöglicht schnellere Übergänge zwischen den Bewegungsphasen.
  3. Kraft & Rumpfstabilität: Mehr Kraft bedeutet mehr Druck im Durchzug – bei gleicher Frequenz, aber mehr Effekt.

 

Profis arbeiten mit gezielten Technikübungen, kontrollierten Intervallen und langen Einheiten im Grundlagenbereich, um die Schlagfrequenz nicht nur zu erhöhen, sondern auch unter Belastung stabil zu halten.

Schlagzahl auf dem Rudergerät: Wie realistisch ist der Vergleich?

Auf dem Rudergerät wirkt die Frequenz oft anders als im Boot. Geräte wie das AUGLETICS Eight Style messen die Schlagzahl sekundengenau – und geben dir direkt Feedback. Im Gegensatz zum Ruderboot hast du keine Störeinflüsse und kannst dich die gesamte Zeit genau auf einen Rhythmus konzentrieren. Ein häufiger Anfängerfehler ist es, zu schnell zu rudern – ohne saubere Technik. Geräte wie das AUGLETICS Eight Style bieten hier einen echten Mehrwert: Ein virtueller Coach analysiert deinen Bewegungsablauf und hilft dir, Schlaglänge und Rhythmus sauber zu koordinieren

Trainingstipps für Fortgeschrittene zur Schlagzahlanpassung

Wenn du bereits regelmäßig ruderst und deine Schlagfrequenz gezielt optimieren möchtest, solltest du folgende Trainingsprinzipien beachten:
 

1. Starte mit Technik – nicht mit Taktung

Steigere deine Schlagzahl nur, wenn deine Technik stabil ist. Nutze „Technikfenster“: 10 Minuten bei 18 SPM, dann 2 Minuten bei 24 SPM – Technik halten!
 

2. Arbeite mit Intervallen

Ein Beispiel: 5 × 500 m bei 28–32 SPM mit 2 Minuten Pause. Achte dabei auf gleichbleibenden Split (z. B. 2:00 min/500m) – nicht hektisch werden!
 

3. Herzfrequenz im Blick behalten

Eine zu hohe SPM bei gleichbleibender Wattzahl kann ineffizient sein. Trainiere in Zone 2 oder GA1, um ökonomischer zu werden – ideal z. B. mit 20–22 SPM bei mittlerer Intensität.
 

4. Langsam steigern

Versuche einmal pro Woche einen Abschnitt mit 2–4 SPM höher zu fahren – aber nur, wenn Technik und Atem noch kontrollierbar bleiben.

Warum ist die Schlagfrequenz nicht alles?

Viele denken: „Je höher die SPM, desto besser.“ Das ist ein Trugschluss.
Ein effektiver Schlag bei 22 SPM mit 200 Watt kann wertvoller sein als 32 SPM mit 170 Watt. Profis setzen ihre Schlagzahl situationsabhängig ein – z. B. für Renntaktik oder Endspurts.
Was du dir merken solltest:
 
  • Technik schlägt Taktung.
  • Frequenzsteigerung braucht Kraft, Ausdauer und Koordination.
  • Nicht jede Einheit braucht eine hohe SPM – Variabilität ist entscheidend.

Fazit: Schlagzahl ist ein Werkzeug – kein Selbstzweck

Die Schläge pro Minute (SPM) sind ein zentraler Baustein im Rudertraining – sowohl im Boot als auch auf dem Ergometer. Profis bewegen sich je nach Trainingsziel in Bereichen zwischen 16 und 45 SPM, nutzen jedoch jede Frequenz bewusst und kontrolliert.
 
Wenn du dein Training verbessern willst:
 
  • Beginne mit niedriger Frequenz und perfekter Technik.
  • Arbeite gezielt mit Intervallen und Trainingszonen.
  • Steigere deine SPM nur, wenn du sie technisch beherrschst.

 

Mit einem Gerät wie dem AUGLETICS Eight Style, das dir Feedback zur Schlaglänge, zum Rhythmus und zur Technik liefert, kannst du deine Leistung präzise verbessern. Ob du ambitionierter Hobbysportler bist oder den nächsten Wettkampf anpeilst – mit der richtigen Schlagfrequenz bringst du Struktur und Fortschritt in dein Rudertraining.

Über den Autor

Lars Wichert

Lars Wichert ist Sportwissenschaftler und ehemaliger Leistungssportler im Rudern. Er war 13 Jahre Teil der deutschen Nationalmannschaft. Dabei kann er auf zwei Teilnahmen an den Olympischen Spielen sowie drei Weltmeistertitel zurückblicken. Er war nach seiner Ruderkarriere als Trainer tätig und konnte mit seinem Team die Europameisterschaft gewinnen. Mittlerweile ist er in seiner Freizeit im Triathlon unterwegs und hält dort die Weltbestzeit der Amateure über die Ironman-Distanz. Lars verfügt über das Wissen als Trainer, Leistungssportler und Sportwissenschaftler, sodass sich jeder angesprochen fühlen kann. Sein Ziel ist es, Spaß an der Bewegung zu vermitteln und zu verdeutlichen, dass mit geringem Aufwand viel für die Gesundheit getan werden kann – denn es gibt keine bessere Vorsorge als die in seine eigene Gesundheit. Lars Wichert è uno scienziato dello sport ed ex atleta agonista di canottaggio. Ha fatto parte della nazionale tedesca per 13 anni. Ha partecipato a due Olimpiadi e ha vinto tre titoli mondiali. Dopo la carriera di canottiere, ha lavorato come allenatore e ha vinto il campionato europeo con la sua squadra. Nel tempo libero pratica il triathlon e detiene il record mondiale amatoriale sulla distanza Ironman. Lars dispone delle conoscenze necessarie come allenatore, atleta agonista e scienziato dello sport, in modo da poter soddisfare le esigenze di tutti. Il suo obiettivo è quello di trasmettere il piacere del movimento e di dimostrare che con poco sforzo si può fare molto per la salute, perché non c’è prevenzione migliore che quella della propria salute. Lars Wichert is a sports scientist and former competitive rower. He was a member of the German national team for 13 years. He can look back on two Olympic appearances and three world championship titles. After his rowing career, he worked as a coach and won the European Championship with his team. He now spends his free time competing in triathlons and holds the world record for amateurs over the Ironman distance. Lars has the knowledge as a coach, competitive athlete and sports scientist, so that everyone can feel addressed. His goal is to convey the fun of exercise and to make it clear that a lot can be done for one’s health with little effort – because there is no better prevention than taking care of one’s own health. Lars Wichert est scientifique du sport et ancien athlète de haut niveau en aviron. Il a fait partie de l’équipe nationale allemande pendant 13 ans. Il a participé à deux reprises aux Jeux Olympiques et remporté trois titres de champion du monde. Après sa carrière d’avironneur, il a travaillé comme entraîneur et a remporté le championnat d’Europe avec son équipe. Aujourd’hui, il consacre son temps libre au triathlon et détient le record mondial amateur sur la distance Ironman. Lars dispose des connaissances nécessaires en tant qu’entraîneur, athlète de haut niveau et scientifique du sport, ce qui lui permet de s’adresser à tout le monde. Son objectif est de transmettre le plaisir de bouger et de montrer qu’il est possible de faire beaucoup pour sa santé avec peu d’efforts, car il n’y a pas de meilleure prévention que celle de sa propre santé.

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